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 Armut und Ausgrenzung bekommt ein neues Gesicht

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BeitragThema: Armut und Ausgrenzung bekommt ein neues Gesicht   So 11 Sep 2011, 21:54

Armut und Ausgrenzung bekommt ein neues Gesicht ...


Die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen gibt der Armut und Ausgrenzung in Deutschland ein neues Gesicht - in dem sie an Menschen mit Behinderung (welche in WG oder zu Hause bei Muttern leben) und Wohnungslose Menschen den Regelsatz um 20 % kürzt, mit fadenscheinigen Begründungen ...

Weiter wurde dem Projekt "Soziale Stadt" die Gelder von etwas über 100 Millionen auf nur noch 27 Millionen Euro gekürzt.
Gleichzeitig wurden Gelder für Jugendhäuser und Nachhilfestunden ganz gestrichen (heimlich, wurde nur am Rande erwähnt).

Sanktionen gegen Hartz IV Empfänger gehen drastisch in die Höhe (so spart man auch ...) - gleichzeitig werden die Sozialgerichte vermehrt in die Pflicht genommen von Bürgern, welche sich gegen diese Behördenwillkür zur Wehr setzen.

Nun kommt der Clou:
um der Altersarmut entgegen zu wirken, beschloss v.d.Leyen nun den Rentnern mit wenig Rente eine Zuschussrente zu gewähren, wenn diese 35 (bzw 45 Jahre ?) in die Rentenkassen eingezahlt hätten.
Wissentlich übersieht die Ministerin, dass gerade bei Frauen diese Einzahljahre wenig bis gar nicht erreicht werden/wurden, weil erst mal bei den meisten Familien die Frauen wegen der Kinder zu Hause blieben, der Mann Alleinverdiener war.

Auch werden bedingt durch späteren Schulaustritt, Erwerbslosigkeit (hier wird ja keine Rentenbeiträge mehr an die Kassen abgeführt) diese Beitragsjahre nie mehr erreicht, die Altersarmut steuert einem neuen Höhenpunkt entgegen.

Es steht jetzt schon fest, dass sich viele Menschen so gut wie nichts mehr leisten können, weder ein Eis an der Eisdiele, noch ein Zoobesuch mit der Familie, noch sonstigen kulturellen Einrichtungen, weil trotz Verbilligung diese Preise unerschwinglich geworden sind.

Reicht bei steigenden Kosten, auch bei Grundnahrungsmittel, das Einkommen gerade noch zum Überleben.

Der Gipfel bei allem ist, dass die Arbeitsministerin übersieht, dass die meisten Menschen mit Hartz IV oder Grundsicherung schon über Jahrzehnte gearbeitet und in die Kassen eingezahlt haben.

Wird ein Bürger auf Dauer Krank und/oder Erwerbslos ist er anscheinend nichts mehr wert ... wie anders kann man diese Soziale Kälte verstehen ???

Armut und Ausgrenzung wird in Deutschland immer mehr sichtbar, und bekommt tagtäglich ein neues Gesicht - wohin soll das führen ???

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Meine Beiträge zeigen die eigene (meine) Meinung *** SCHWEIGEN bedeutet ZUSTIMMUNG (lupa) *** Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht (B. Brecht) *** weg mit Hartz IV *** die Würde des Menschen ist unantastbar - Art.1 Abs.1 GG
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