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 Was kostet ein Mensch in Deutschland ...

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lupa
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BeitragThema: Was kostet ein Mensch in Deutschland ...   Mo 18 Jul 2011, 01:13

... wenn dieser Mensch arbeitslos ist und Hartz IV bezieht?

Immer wieder bekomme ich Zahlen zu lesen oder zu hören, hier kann ich nur mit dem Kopf schütteln - kann den keiner mehr vernünftig rechnen - oder wird nur noch nach gebabbelt was die Regierung uns weis machen will?

Klar - ist ja einfach zu rechnen:

361 € Regelsatz - Krankenkasse - einige wenige Vergünstigungen - Miete plus Nebenkosten -
im Durchschnitt an die 800 - 900 Euro.

jetzt denken die meisten unserer Mitbürger - das bekommen die Erwerbslosen alles umsonst .... wie kommen die darauf, dass alles umsonst ist?

Erst mal - die meisten Menschen ohne Arbeit haben ja Jahre gearbeitet, brav die Arbeitslosenversicherung bezahlt um im Fall der Fälle daraus bedient zu werden - haben also ein Anrecht darauf.

Fazit: im 1. Jahr der Arbeitslosigkeit kostet ein Mensch ohne Arbeit erst mal 0 Euro. Zahlt die Versicherung.

Danach fällt der Mensch (dank Schröder & Co.) in Hartz IV - das Tor zur Armut ist geöffnet. Er bekommt monatlich wie schon erwähnt alles zusammen so in etwa 800-900 Euro (liegt an der Höhe der Miete).

Gegenrechnung:

die Miete plus Nebenkosten werden gezahlt - geht also in den Wirtschaftskreislauf zurück - der Vermieter muss das als Einkommen versteuern - also fließt ein Teil wieder an den Staat - investiert der den ihm verbleibende Rest, zahlt er wieder Steuern - auch das geht wieder an den Staat, usw usw

der Regelsatz von 361 € verbleibt dem Arbeitslosen zum Leben.
Doch hiervon muss er erst mal Strom, Telefon, Internet und sonstige Kosten bestreiten - zahlt daraufhin auch Steuern, wie jeder andere auch, das gleiche Spiel beginnt wie beim Vermieter - der Kreislauf setzt sich fort ...

Der verbleibende Rest investiert er in Lebensmittel, Reinigungs- und Toilettenartikel - zahlt auch hier brav Steuern, wie wir alle - und wieder beginnt sich der Kreislauf weiter zu drehen.

Vergünstigungen wie:
Fahrkarte usw - kauft er sich ja nur - gerade weil er es zum niedrigen Preis bekommt - ansonsten würden viele Erwerbslose darauf verzichten und versuchen das Fahren mit den öffentl. Verkehrsmittel stark einzuschränken - weil nicht zahlbar - der Kreislauf bewegt sich weiter ....

Fazit:
Menschen in Hartz IV kosten unter dem Strich gerade mal 120-160 € im Monat - das ist die Summe welche er tatsächlich zum Leben verbraucht für Lebensmittel etc. - nicht mehr und nicht weniger

Darum eine Bitte an alle welche nur über Menschen in Hartz IV meckern:
erstmal - es kann jeden treffen
dann - erst denken - dann meckern

lasst euch von v.d.Leyen, Merkel und sonstige keine Milchmädchenrechnung vorsetzen - sondern denkt mal selbst darüber nach ...
-

Korrektur:

meine Berechnung stimmt nicht ganz ...

der Mensch mit Hartz IV kostet eigentlich nichts wenn man alles was in die Kanalisation wandert verwertet als Bio-Gas als Beispiel, die Abfälle könnte man als Humus verwenden ...




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Meine Beiträge zeigen die eigene (meine) Meinung *** SCHWEIGEN bedeutet ZUSTIMMUNG (lupa) *** Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht (B. Brecht) *** weg mit Hartz IV *** die Würde des Menschen ist unantastbar - Art.1 Abs.1 GG


Zuletzt von lupa am Fr 23 Sep 2011, 00:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Was kostet ein Mensch in Deutschland ...   Mo 18 Jul 2011, 08:49

was vergessen:

was uns tatsächlich Geld kostet ist der enorme Aufwand für Verwaltung von ALG II und XII - dazu der neuerliche Aufwand für das Mogel-Bildungspaket.

Man schätzt die tatsächlichen Kosten auf über 10 Milliarden Euro im Jahr - zieht man die Löhne und Gehälter des Personals ab (auch hier kommt das meiste dem o. erwähnten Kreislauf zugute) - verbleiben noch stolze 5 Milliarden Euro - 5 Milliarden € zusätzliche Kosten. welche zwar auch wieder in den Kreislauf gelangen, jedoch vermeidbar wären.

Nicht zu vergessen - die zusätzliche Kosten im Alter - Rentenbeiträge werden keine mehr bezahlt für den erwerbslosen Mensch - dH auch hier entstehen Kosten in noch nicht absehbarer Größenordnung.

Weiterhin entstehen enorme Kosten für Studien, Berechnungen etc. - die Aufträge vergibt die Regierung an Unternehmensberatungen - selbst denken und zu der Realität stehen - Fehlanzeige - warum denken wenn das andere tun .... der Steuerzahler bezahlt ja ...

das gleiche gilt auch für Broschüren - welche in den Ämtern dafür ausgelegt werden - die Druckereien wollen auch bezahlt werden. Das gilt auch für Subventionen welche die Regierung an die Unternehmen zahlt, damit diese wiederum Erwerbslose einstellen, 80 % der Kosten hierfür zahlt der Staat - also wir - für 9 Monate - wobei die meisten Arbeitnehmer wieder in die Arbeitslosigkeit zurück geschickt werden, Entlassen mit fadenscheinigen Gründen - man bedient sich eines neuen Mitarbeiter - die Subvention fängt wieder von vorne an. Milchmädchenrechnung auf Kosten von uns allen - gefördert von unserer Regierung.

Rechnet man die Summen zusammen - ist das bedingungslose Grundeinkommen ohne Probleme finanzierbar - wäre gerechter - für jeden von uns - egal ob mit oder ohne Arbeit.
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